SAP TechEd 2011: HANA ersetzt Datenbanken

Die Keynote der diesjährigen SAP TechEd in Las Vegas (12. – 16. September 2011) stand ganz im Zeichen von „HANA“ (High-Performance Analytic Appliance), der neuen In-Memory-Computing Plattform von SAP. Mit der neuartigen Technologie will der ERP-Marktführer mittelfristig das komplette Software-Portfolio modernisieren.

Plattling, September 22, 2011

(Foto:SAP)

Nachdem HANA bereits im letzten Jahr als visionäre Technologie vorgestellt wurde, ist die Lösung mittlerweile im Markt eingeführt. Seit Juni können Kunden HANA in Form einer Appliance (Kombination von Hard- und Software) von verschiedenen Herstellern beziehen.

Auch neue Anwendungen auf Basis von HANA wurden auf der TechEd vorgestellt. „SAP Smart Meter Analytics“ richtet sich an Energieversorger und soll es ermöglichen wichtige Informationen aus den immer größer werdenden Datenmassen zu ziehen. Durch Aggregation und Analyse von Kundenverbrauchsprofilen in Echtzeit und in jeder Granularität, wie zum Beispiel Wohnumfeld, Wohnungsgröße oder Gebäudetyp können die Energieunternehmen passgenauere Angebote erstellen und Kunden dabei unterstützen, ihren Energieverbrauch nachhaltiger zu gestalten.
Die Software „SAP COPA Accelerator“ soll hingegen die Geschwindigkeit und die Arbeitstiefe im Umgang mit Finanzdaten verbessern. Die Finanzabteilungen großer Unternehmen sollen somit beispielsweise in der Lage sein Kostenverrechnungen deutlich schneller zu verarbeiten und Profitabilitätsreporting in Echtzeit über große Datenmengen durchzuführen.

Für die nahe Zukunft hat SAP zudem angekündigt, dass das SAP Business Warehouse (BW) mit HANA verbunden werden soll. Somit wären dann alle 16.000 BW-Anwender weltweit in der Lage, ihre Datenbank gegen die HANA-Appliance austauschen zu können - mit dem Ergebnis einer beeindruckenden Performance-Verbesserung, versprach Vishal Sikka in seiner Keynote. Später soll sogar die komplette Business Suite mit HANA verzahnt und herkömmliche relationale Datenbanksysteme abgelöst werden.

Wer neugierig auf HANA und die darauf basierenden Anwendungen ist kann sich übrigens auf der Homepage www.experiencesaphana.com anhand von Demos, Best Pracices usw. näher informieren.

Auch wenn sich vieles um das Thema In-Memory drehte gab es natürlich auch noch weitere Ankündigungen auf der TechEd in Las Vegas. So wurde z.B. die neue Version 7.1 des Solution Managers vorgestellt, mit dem sich komplette SAP-Software-Umgebungen verwalten lassen. Mit Hilfe des Solution Manager 7.1 „können sich Kunden beispielsweise auf den Einsatz von SAP HANA oder mobilen Lösungen von SAP vorbereiten und diese in das bereits existierende Lebenszyklusmanagement integrieren", heißt es von Seiten der SAP.

Des Weiteren wurde die „Sybase Unwired Plattform 2.1“ (SUP) präsentiert, deren Ziel es ist, Entwicklung von mobilen Unternehmensanwendungen durch eine standardisierte Plattform zu unterstützen. Daneben enthält SUP 2.1 und das mobile SDK eine Sammlung von neuen Werkzeugen, Server-Komponenten und Programmbibliotheken. Diese unterstützen Geräte-Plattformen wie iOS, BlackBerry, Android und Windows Mobile. SUP 2.1 wird schon ab dem vierten Quartal 2011 verfügbar sein.

 

Quellen:
silicon.de
news-sap.com


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Norbert Kytka, Headquarters Plattling

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